Mittwoch, 6. Dezember 2017

Von Weihnachtsdeko, kleinen Lebkuchenmännern und dem ersten Schnee.

Hallo Welt!

Da ist sie wieder: Die schönste Zeit des Jahres. Tatsächlich freue ich mich schon ab etwa Anfang Oktober so langsam auf Weihnachten - nur das mit dem Weihnachtsgebäck im Supermarkt ab Mitte August boykottiere ich. Ich könnte eigentlich die gesamte Vorweihnachtszeit frei nehmen und jeden Tag Weihnachtsfilme schauen, die Wohnung schmücken, ab und an ein paar Plätzchen backen, Weihnachtsmusik hören, Bücher, die zur Weihnachtszeit spielen, lesen, auf Weihnachtsmärkte gehen, weihnachtliche Bastel-Projekte umsetzen, zum Weihnachtsbrunch einladen und eingeladen werden, Raclette machen und es mir einfach zuhause gemütlich machen. Ja, ich liebe Weihnachten und habe auch keinerlei Verständnis für Menschen, die nicht dasselbe fühlen! ;-)


Leider ist besonders in diesem Jahr mit dem Beginn der Vorweihnachtszeit ein ganz schlimmer Zustand bei mir eingetreten: Der Weihnachtsdeko-Shopping-Rausch. Blöd, wenn man nur wenige Wochen zuvor beschließt, das Farbkonzept im Wohnzimmer zu überdenken (tschö Mint, hallo Dunkelblau!) und plötzlich die gesamte Weihnachtsdeko farblich nicht mehr passt. Da muss eben Neues her, das ist ja ganz klar. Und ich bin da recht einfach gestrickt: Ich sehe etwas - mein Hirn entscheidet innerhalb weniger Sekunden, ob es mir gefällt - ich möchte es haben - ich recherchiere den besten Preis - ich kaufe es. So war das auch mit der Metall-Hängedeko und dem Beton-Kerzenring von House Doctor. Mag sein, dass man die aktuell auf diversen Blogs und Instagram-Kanälen findet - gefallen tun sie mir trotzdem und darauf kommt’s doch auch an, oder? Und ja, manchen Trends jage ich einfach hinterher.


„Ich brauche unbedingt Eukalyptus!“, puste ich der netten Floristin entgegen. Mit M.s Mama war ich zum Gartencenter im Nachbarort gefahren, um die dortige Adventsausstellung zu besichtigen. Die Floristin bleibt ganz ruhig und führt mich lässig zu den vier großen Eimern in denen unterschiedliche Eukalyptus-Arten auf mich warten. Moment: Es gibt unterschiedliche Arten!? Mh. Na gut, ich greife lieber auf den gängigen Blogger-Eukalyptus zurück - lange Zweige, kleinere, runde Blätter, leicht weißlicher Belag. Ich bin jedenfalls stolz wie Bolle in diesem Gartencenter Eukalyptus gefunden zu haben. M.s Mama nickt mir auch zustimmend mit einem „Das ist ja eine schöne Idee!“ zu - sie weiß nicht, dass das ja alles gar nicht meine war, sondern bestimmt die von irgendeinem Interior-Guru aus Skandinavien (wobei, jetzt vielleicht schon - hallo, Bärbel!).


Ich habe dann alles zusammengehortet, um an dem Wochenende vor dem ersten Advent die ganze Bude zu schmücken. Traditionell mache ich mir dazu immer zum ersten Mal die Weihnachtsplatte von Michael Bublé an. Doch dieses Jahr war alles anders: Wenn man alle Erledigungen und Freizeitaktivitäten auf die Wochenenden legen muss, kommt man schon mal in Koordinationsschwierigkeiten. Irgendwie dauerte das mit dem Dekorieren alles viel länger als erwartet und die weiteren Abendplanungen passten mir da so gar nicht in den Kram. Wer hat das eigentlich so gemacht, dass der Heiligabend auf den vierten Advent fällt und die Vorweihnachtszeit dadurch gefühlt eine komplette Woche verkürzt wird? Das ist doch ganz großer Mist so!



Am ersten Adventswochenende war samstags dann meine Mutti zum Plätzchenbacken gekommen. Ich glaube, sie bereut es heute noch, dass sie dieser Idee zugestimmt hat. Erst war aus irgendwelchen Gründen unser Abfluss in der Küche verstopft, dann die Batterie unserer Küchenwaage leer und meine Laune daher gleich zu Beginn im Keller. Hinzu kam, dass dieses Plätzchenbacken ja wirklich wahnsinnig anstrengend ist und durch dieses viele Stehen ja auch bald die Füße weh taten. Na gut, fünf Sorten haben wir geschafft. Aber danach hätten wir uns auch gut wie Burritos in Decken hüllen und auf’s Bett hauen können. Aber nix da! Ich habe Mutti dann noch zum Weihnachtsmarkt hier auf’m Dorf „ausgeführt“, um dort festzustellen, dass die Fußball-Verein-Jungs gar nicht so freundlich sind, Kartoffelpuffer doch gar nicht so unlecker sind und ich wirklich eine der wenigen aus meinem alten Grundschuljahrgang bin, die noch nicht mindestens ein Kind im Wagen vor sich herschiebt. Ist mir egal, mir bleibt ja noch der Kartoffelpuffer.


Und dann schneite es auch noch so herrlich pünktlich zum ersten Advent, sodass ich mir einfach die Kamera schnappen und raus in den Garten gehen musste, um die schneebedeckte Natur zu fotografieren. Schnee ist etwas so Besonderes für mich, dass ich mich jedes Mal wie ein kleines Kind freue, wenn ich aus dem Fenster schaue und plötzlich alles weiß ist. Bitte drückt mit mir ganz fest die Daumen, dass wir in diesem Jahr endlich mal wieder eine weiße Weihnacht haben. Ich wünsche es mir wirklich so sehr!


Trotz des vorweihnachtlichen Trubels, in den man sich gerne mal fallen lässt ohne es eigentlich zu wollen oder manchmal auch wirklich zu merken, wünsche ich euch, dass ihr auch die Zeit findet, mal inne zu halten und die Zeit mit euren Lieben zu genießen. Denn ihr wisst: Sie ist immer, und wirklich immer, viel zu schnell vorbei.

Ich wünsche euch von Herzen eine entspannte, liebevolle und erfüllte Vorweihnachtszeit! Lasst es euch gut gehen!

Liebst
Eure Vivienne


Kerzenring, Metall-Hängedeko: House Doctor
Bindeglas (große Vase): Flohmarkt
Silberner Hirsch: Depot
Poster: Junique
Goldener Kerzenständer: Ikea
Schwarzer Blumentopf und Mini-Weihnachtsbaum: Ikea



Sonntag, 18. Juni 2017

Travel Guide: Kopenhagen (Teil 1: Übernachten und Einkaufen)

Hallo Welt!

Vor etwas mehr als einem Monat waren M. und ich für fünf Tage in Kopenhagen. Generell bin ich Dänemarks Landschaft, Architektur und Kultur schon länger verfallen. Bis zum Teenie-Alter habe ich fast jeden Sommer mit meinen Eltern in Nordfriesland an der Grenze zu Dänemark verbracht. Natürlich haben wir so auch Ausflüge nach Dänemark gemacht, die mir alle in sehr, sehr guter Erinnerung geblieben sind. In Dänemark ist man, so mein Eindruck, einfach etwas entspannter, besinnt sich mehr auf sich selbst, Freunde und Familie und das eigene Wohlergehen und hat eindeutig den besseren Geschmack in Sachen Mode und Interior.


Da Kopenhagen seit einiger Zeit zu den europäischen Trend-Reisezielen zählt, war es natürlich sehr leicht sich zahlreiche Tipps zusammenzusammeln. Ich hatte mir zwei Reiseführer angeschafft - Citix60 Copenhagen selbst und Lost in Copenhagen als Leihgabe einer Kollegin - und diverse Blogs durchgearbeitet. Anschließend habe ich mir einen Plan für jeden Tag erstellt, was ich gerne sehen und machen wollen würde. Und wie das so ist: Schon hat man an einem Tag weniger sehen können als man eigentlich geplant hatte, geht irgendwie alles nicht mehr so wirklich auf. Fünf Tage Kopenhagen reichen eigentlich vollkommen aus, jedoch solltet ihr - meine Empfehlung - einen sechsten Tag einplanen, um entwedern einen Tagesausflug nach Malmö in Schweden oder zum Louisiana Museum of Modern Art machen zu können. Leider beides Ausflüge, die wir nicht mehr machen konnten, aber ich bin mir sicher, dass dies nicht unser letzter Besuch in Kopenhagen war.

Ihr habt sicherlich schon davon gehört, aber ich warne euch an dieser Stelle auch noch einmal vor: Kopenhagen ist eine sehr teure Stadt. Besonders das Essengehen und Einkaufen kann hier schnell ins Geld gehen. In Kopenhagen kann ein Frühstück für zwei Personen 40,- EUR und Pizzaessen 60 bis 100,- EUR kosten. Also, vorher ein wenig was zur Seite legen und sich genau überlegen, wo man gerne frühstücken oder zu Abend essen möchte - dann ist das Geld auch gut investiert und man erinnert sich gerne an das gute Frühstück oder das gute Abendessen in einem bestimmten Café oder Restaurant zurück. Und auch wenn es in Kopenhagen viele schöne Geschäfte mit schönen Sachen gibt - die haben ebenfalls alle ihren stolzen Preis. Aber dafür ist man ja auch im Urlaub und in Kopenhagen - man möchte sich auch mal etwas gönnen, nicht wahr?


Auch das Übernachten in Kopenhagen ist eine eher kostspielige Angelegenheit. Nachdem wir diverse Hotels und deren Preise geprüft hatten, war uns schnell klar, dass wir auf Airbnb umsteigen würden. Und eigentlich war das auch die viel bessere Idee, denn: Wo kann man dem jungen, hippen Kopenhagen näher sein als in der Wohnung einer jungen Frau in Vesterbro? Wer mir auf Instagram folgt, der weiß, wie wahnsinnig begeistert ich von unserer tollen Airbnb-Wohnung war. Es war alles so wahnsinnig geschmackvoll eingerichtet und Cecilie, in deren Wohnung wir sein durften, war wirklich eine hilfsbereite und sehr freundliche Gastgeberin. Ihr findet ihre Wohnung bei Airbnb als "Charming flat in CPH-Vesterbro".









Generell ist es so, dass ihr an jeder Ecke - seien es die Hauptstraßen im Zentrum oder die Gässchen in angesagten Vierteln - Geschäfte entdecken werdet in denen es hübsche Sachen von dänischen Designern gibt. Solltet ihr den Hang dazu haben recht schnell an einer Reizüberflutung zu leiden (so wie ich), dann sucht euch im Vorfeld ein paar Geschäfte heraus, die ihr unbedingt besuchen möchtet. Es könnte jedoch sein, dass ich trotzdem wie ferngesteuert in fast jedes Geschäft einmaschiert bin, welches für mich halbwegs interessant aussah. Denn ich wollte um Gottes Willen und auf gar keinen Fall irgendetwas verpassen! Auch praktisch: Vormittags shoppen gehen und dann merken, dass man ja mit einer total schweren Tasche den restlichen halben Tag durch Kopenhagen laufen muss (ist mir natürlich so nicht passiert, habe ich nur von gehört...). Meine Meinung: Es ist absolut nicht notwendig in jeden Laden zu gehen, da die meisten Geschäfte im Prinzip mehr oder weniger dasselbe Angebot an Wohnaccessoires von denselben dänischen Designern im Sortiment haben. Daher möchte ich euch ein paar Geschäfte zeigen, die eigentlich ein Muss für alle sind, die sich gerne mit den schönen, geschmackvollen Dingen umgeben - und zu denen gehört ihr ja schließlich alle, nicht wahr!? :-)

Hay House, Østergade 61



Illums Bolighus, Amagertorv 10






Notre Dame, Nørregade 7


Superlove, Nørregade 45



Dora, Værnedamsvej 6


Weitere Geschäfte, die sich lohnen: 
Stilleben, Niels Hemmingsens Gade 3
Playtype Concept Store, Værnedamsvej 6
Inge Vincents & Hoj Copenhagen, Jægersborggade
Liebe, Nannasgade 28

Im zweiten Teil meines Travel Guides über Kopenhagen zeige ich euch, wo man gut essen kann und was man sich in Kopenhagen anschauen sollte.

Solltet ihr konkrete Fragen, dann immer her damit!

Lasst es euch gut gehen!

Liebst
Eure Vivienne